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Hort

Projektabschluss.....

Michael Schneider

... oder die Suche nach dem Weg!!

Am Donnerstag, 20.10.16, war es soweit: pünktlich 12:00 Uhr trafen wir uns am Hoftor. Wir, das sind 7 Drittklässler der Regenbögen & Delfine und ich als Horterzieherin.

Seit mehreren Wochen beschäftigen wir uns in einem Projekt mit gewaltfreier Kommunikation oder wie wir es nennen: „Miteinander reden ohne Gewalt“. Dabei üben wir, uns auf neue/andere Art und Weise mitzuteilen: Gefühle wahrzunehmen, Bedürfnisse zu erkunden, Bitten zu sagen, aber auch zuzuhören, andere aussprechen zu lassen.
Um das ganz praktisch umzusetzen, hatten die Kinder die Aufgabe, allein den Weg zum Unikatum Kindermuseum zu finden (ich war nur als Begleitperson und für Notfälle dabei), dabei aufeinander zu achten, zusammenzubleiben, sich ohne Gewalt abzusprechen, … Dazu gab es auch ein Vorbereitungstreffen. Heute wurde es Ernst: Auf dem Weg zur S-Bahn wurde klar, dass ein Kind kein Geld für Fahrscheine dabei hatte. „Ist das etwa kein Notfall?“ erhielt ich als Antwort, als ich mich wie geplant erst mal heraushalten wollte.
In der Bahn überlegte es sich unser heimlicher „Anführer“ plötzlich anders: „ Wir steigen nicht in Plagwitz aus, sondern fahren noch bis Lindenau weiter!“ Gesagt, getan: doch wohin müssen wir jetzt? Unsere nächsten Laufstationen waren: Lindenauer Bushof, Saalfelder Str. –Richtung Demmeringstr., zurück, Saalfelder Str. Richtung Liebfrauenkirche: „Hier wären wir eigentlich ausgestiegen …“ (S-Bahnhof Plagwitz), dann die Karl-Heine-Str. Richtung Zschochersche Str. Dazu gab es auch Äußerungen wie: „Du hast es versemmelt!“, „Ihr macht ja gar nichts und albert nur rum!“ Spannung lag in der Luft!
Das liest sich schnell, doch da zwischendurch ständig der Stadtplan zu Rate gezogen wurde, inklusive Auseinander- und Zusammenfalten, war es jetzt schon 13:20 Uhr! Und 13:30 Uhr wollten wir im Museum starten!
Nun gab ich doch den Hinweis , dass ja hier eine Straßenbahn fährt und diese uns nützlich sein könnte … Wir haben es dann geschafft, zur verabredeten Zeit im Museum zu sein und es war ein spannendes Erlebnis im „Verrückten Welthotel“: aber das ist eine andere Geschichte.


Claudia Maria Kunze