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Gymnasium

Hello England

Marko Hofmann

Kursfahrt der LK Englisch und Geschichte

Gemeinsam reisten die Leistungskurse Englisch und Geschichte Anfang September nach Liverpool. Die Stadt der Beatles brachten sich die Schüler gegenseitig näher.

Unsere Reise nach Liverpool begann am Sonntag früh mit einer Busfahrt zum Flughafen Berlin-Tegel. Die Aufregung bei allen Beteiligten stieg stark, als wir aufgrund eines Staus den Flug zu verpassen drohten. Doch allen Hindernissen zum Trotz, schafften wir es gut bis in unser Hostel in Liverpool, in welchem wir nach einigem Suchen und Umdisponieren unsere Zimmer bezogen, um anschließend die Stadt zu erkunden.
Am Montag Vormittag setzten wir diese Erkundigungstour mit dem gesamten Kurs, professionalisiert in Form einer Stadtrundführung, fort. Unser etwas überdrehter Guide zeigte uns dabei Liverpools interessantesten und schönsten Plätze wie den Hafen und die altehrwürdigen Räumlichkeiten der Stadtbibliothek. Nach einem ausführlichen Mahl bei Five Guys beschlossen wir uns wieder in die Kälte zu begeben, um die Stadt aus wieder einer anderen Perspektive kennenzulernen - vom Wasser aus. Die Bootstour führte uns den neu angelegten Hafen, aber auch alte Industriegebäude wie eine Tabakfabrik vor Augen. Der eingelegte Zwischenstopp in einem Museum, bei welchem wir das Ziel verfolgten, ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg zu besichtigen, verlief leider eher unbefriedigend, war das U-Boot doch gar nicht restauriert und somit nicht begehbar...
Dennoch wurden wir von unserer Tages-Tour nicht enttäuscht, denn zum Einen hatten wir viel Neues entdecken können und zum Anderen hielt der Museumsshop genügend Flummis für ein Fußball-Turnier bereit ;)
Somit endete der erste Tag in Liverpool nach einigen Stunden Freizeit mit einem gemeinsamen Abendessen.

Am dritten Tag unsere Reise präsentierte die erste Gruppe ihren Vortrag, welcher die Aufgabe für die Studienfahrt darstellte. Nach dem Mittagessen im Museum of Liverpool, nahmen wir an einem Workshop im selben Museum teil. Er behandelte das Thema Migration in Liverpool. Nach jenem Workshop haben sich einige Schüler noch Teile des Museums angeschaut, danach haben sich alle in der Stadt verstreut s und Second Hand Läden shoppen gegangen, andere haben den Hafen erneut inspiziert und wieder andere haben Billard im Aufenthaltsraum des Hostels gespielt. Nach dem, wie immer sehr schmackhaften, da von uns selbst zubereiteten Abendbrot machten sich einige auf den Weg in die Stadt und genossen die abendliche Atmosphäre Liverpools.

Der Mittwochmorgen begann mit einem typisch britischen Frühstück - bei „Wasser und Staub“ oder so ähnlich jedenfalls. Derart „gestärkt“ lauschten wir anschließend den Vorträgen. Nach der Mittagspause trafen wir uns am Bahnhof, um an den Strand zu fahren. Einige Beachboys ließen es sich nicht nehmen, sich bei den sibirischen Außentemperaturen todesmutig in die Wellen zu stürzen. Da man leicht die Gezeiten unterschätzt, badeten ihre abgelegten Kleidungsstücke gleich mit.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang entlang des Naturschutzgebietes fuhren wir zurück und widmeten uns unseren zahlreichen Freizeitbeschäftigungen. Abends gelang es einigen Schülern die strikten britischen Einlasskontrollen des „Apocalypse Cow“ (einer ziemlich coolen Indoor-Minigolf-Anlage) lebend zu passieren und konnten sich dem Geschicklichkeitsspiel hingeben. Als wäre das nicht genug, verschlug es sogar im Anschluss eine größere Gruppe in eine Karaoke-Bar, wo man sich bei den Ureinwohnern der Insel äußerst beliebt machte. Aus Gründen der Zensur und des guten Geschmacks können wir diese Erfahrungen der dritten Art leider nicht weiter ausführen. Natürlich lagen wir alle - wie jeden Abend - trotzdem pünktlich im Bett.

Der fünfte Tag unserer Studienfahrt nach Liverpool war zugleich unser letzter “echter” Tag der Fahrt, da wir am nächsten Morgen bereits um 11Uhr britischer Zeit unsere Zimmer im Hatters Hostel Räumen mussten. So ließen wir es uns nicht nehmen, auch diesen Tag unserer sehr lehrreichen (und glücklicherweise zugleich sehr entspannten) Fahrt wie gewohnt unter Aufwendung sämtlicher früh morgendlicher Ressourcen unseren Unmut über das vom Hotel als "reichhaltig, lecker & nahrhaft" angepriesenen Frühstück zu äußern. Danach gab es wie schon gewohnt kursintern einen geschichtlichen Vortrag bis etwa 13 Uhr. Da es unser letzter Tag war, hatten wir von da an Freizeit und konnten das uns schon gut bekannte Zentrum von Liverpool aufsuchen oder uns anderweitig beschäftigen. 
Gegen Abend fanden sich alle wieder im Hatters ein, wo ausgiebig gelacht und Billard gespielt wurde. Einige von uns hatten sich über die Tage mit anderen Gästen & Personal wie etwa dem Dänen Magnus, der Australierin Eden oder dem Franzosen Kamil angefreundet und nutzen diesen letzen Abend, um noch einmal abwechslungsreiche Unterhaltungen und Blödelein sowie Telefonnummern zur Aufrechterhaltung dieser neuen Bekanntschaften auszutauschen. Etwa gegen 00.00 Uhr wurde es dann ruhig im Hatters und der letzte Abend verlief sich ins Nichts.

Nachdem wir erschöpft von der langen Nacht um halb zehn aufstanden und unser überschaubares Frühstück verspeisten, fingen wir an unsere Sachen zu packen. Nachdem das erledigt war, mussten wir noch etwas Zeit bis zur Abfahrt totschlagen. Einige Stunden später hatte sich das lange Warten gelohnt und wir konnten mit dem Bus die Rückfahrt zum Manchester Airport antreten. Am Manchester Airport angekommen, stellte eine gewisse Mitschülerin (nicht aus dem glorreichen GE-LK stammend) fest, dass sie ihre Ausweispapiere verloren hatte. Anstatt, dass alle anderen mit einem Lehrer schon mal zum Gate gehen, warteten wir dann eine lange Zeit. Da unsere Sicherheitskontrolle dann auch noch dicht gemacht wurde, war es entsprechend voll an der anderen Sicherheitskontrolle. Das alles führte dann dazu, dass wir unseren Flug fast verpassten. Nach einem traumhaften Sprint, den selbst Usain Bolt nicht besser hinbekommen hätte, versammelten wir uns am Gate. Sogar unsere als gefallen geglaubte Schwester kehrte zur Gruppe zurück und rief sicherlich bei einigen ein innerliches „Halleluja!” hervor. Der Tag war gerettet und wir waren froh, als wir nach Mitternacht endlich in Leipzig ankamen.